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Allgemeine Zeitung Alzey vom 13.10.1997

Erheiterte Premierengäste

Neues Stück im Jansen-Theater: "Die schwarze Diamantenwitwe"

nf. - Wer schert sich schon um ein paar Gramm Kohlenstoff ? 
Eigentlich niemand, denn mit ein bißchen Kohle kann man nichts anfangen. 
Ist jedoch aus Kohlenstoff ein Diamant entstanden, beginnt die Jagd. 

Und so ging es in der neuen Komödie "Die schwarze Diamantenwitwe", die am Samstag im Gerry-Jansen-Theater Premiere hatte, sehr turbulent zu. 

Ein Riesendiamant ist für ein Gangstertrio das Ziel aller Wünsche. 

Der clevere Archie hat einen Plan ausgearbeitet, wie man den Edelstein stehlen könnte. 
Mit von der Partie sind seine Geliebte Lydia und der Ganove Jack Smice. Der hat über die richtige Taktik seine eigene Theorie: "Rein, raus, rumballern und fertig", ist sein Patentrezept. Der tumbe Jack, den Archie Humbug zu gerne durch ein dressiertes Meerschweinchen ersetzen würde, ist für die beiden jedoch nur Mittel zum Zweck... 

Jacks fünf Gramm Hirn genügen jedoch, um die Pläne des Pärchens zu durchkreuzen. 

Aber er ist nicht der einzige Störenfried. 

Da ist einmal die alte Miss Rosebotton, vergeßlich und unberechenbar.
Immer taucht sie im falschen Moment auf und sorgt für Verwirrung. 

Dann ist da noch Inspektor Closombo. Unfähig, aber lästig läßt er sich zwar durch die Erfindung blutsaugender Buddha-Wanzen hinhalten, aber nicht abschütteln...
Vergeblich versucht Archie, ihn mit seinem Rückenkratzer aus dem Zimmer zu schlagen. 
Das Zimmermädchen Agnes ist zwar zunächst die letzte Rettung, doch auch sie wird' schnell zum Problem. 
Auch von Lydia, seiner Geliebten, droht Archie Gefahr. 

Als "Schwarze Diamantenwitwe" hat sie schön elf Ehemänner ins Jenseits befördert.

Doch keine Angst, Archie Humbug überlebt die pointenreiche zweistündige Tour de Farce...

Lothar Wirth als Archie Humbug macht dabei seinem Rollennamen alle Ehre, denn er verkörpert meisterhaft Witz und Humbug... 
Kathrin Burghardt als Miss Rosebotton spielt die alte englische Lady mit Charme, Carola von Claß gibt eine herrlich durchtriebene Lydia und Gerry Jansen einen witzig tumben Jack. 



Als Autor des Stückes darf er sich eine Zeit lang unter dem Sofa ausruhen, ansonsten jagt jedoch ein Gag den anderen.

Auch Gaststar Peter Weber gebührt höchstes Lob:
Sein Inspektor Closombo ist sehenswert, ebenso wie die Agnes von Beate Rummel. 

Das Premierenpublikum war begeistert und hochgradig verblüfft... 

Wie es ausgeht? Nur soviel sei hier verraten: Agatha Christie läßt grüßen!

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Wochenblatt Alzey vom 16.10.1997

Der Raub des Diamanten "Inchallah"

Voll besetztes Haus bei der Premiere im Gerry-jansen-Theater

ALZEY(ua) -In einem Londoner Nobel-Hotel planen die schöne Lady Lydia Carrington (Karola von Klaß) und der durch und durch "Adlige" Sir Archibald Humbug ' (Lothar Wirth) einen Coup, um den wertvollen Diamanten "lnchallah" zu stehlen. 

Sie haben den nicht gerade intelligenten "Killer" Jack Smice (Gerry Jansen) zur Unterstützung bei der Ausführung ihres Projektes angeheuert. Angeblich wollen sie das Geld nach dem Verkauf des Edelsteines redlich teilen, doch einer mißtraut dem anderen, und Lydia verspricht beiden Komplizen, den jeweils anderen auszuschalten. 
Tatsächlich erbeuten sie den Diamanten, aber dann tauchen auch schon die Probleme auf: in Form des Scotland Yard-Beamten Closombo (Peter Weber). 

Dieser repräsentiert eine Mischung der berühmten Inspektoren "Colombo" und "Inspektor Clouseau". 

Er ist alles andere als scharfsinnig und glaubt auch an die "indonesischen Buddha-Wanzen", die angeblich im Zimmer sein sollen...
Zum Ärger aller, die in den Diamantenraub verwickelt sind, mischt sich die senile Victoria Rosebotton (Kathrin Burghardt) immer im ungünstigsten Moment in das Geschehen ein und spart nicht mit Schlägen ihrer Bratpfanne... 

Auch Agnes, das Zimmermädchen (Beate Rummel), hat Wind von der Sache bekommen und will den Edelstein haben. 
Als endlich der Diamantenkäufer Prinz Karim gleich zweifach auftaucht, der Diamant ständig den Besitzer wechselt und die '"Schwarze Diamantenwitwe" entlarvt wird, geht es echt turbulent zu. 

Die Zuschauer werden während der ganzen Komödie zum Lachen gebracht...

Aber besonders beim abschließenden Höhepunkt trifft Gerry Jansens eingangs getroffene Prophezeihung ins Schwarze, nämlich daß diese "kriminalistische Achterbahnfahrt das Zwerchfell erbeben läßt."

Wieder ist es Gerry Jansen, dem Autor und Regisseur des Stückes, gelungen, das Publikum zu begeistern, ihm ein paar unbeschwerte, fröhliche Stunden zu schenken. 
Auch wenn es ein kleines Theater ist, daß sich so gar nicht mit den Theatern anderer Städte vergleichen läßt, denn es hat doch ein ganz besonderes Flair. 

Und die Kunst der Schauspieler kann sich durchaus mit der ihrer Kollegen an großen Häusern messen

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